Was eine Website 2026 kostet: vier Preisklassen
Richtwerte des deutschen Marktes für eine Visitenkarten-Website mit wenigen Seiten, kein Angebot. Selbst bauen mit einem Homepage-Baukasten: 10–40 € im Monat, also 120–480 € im Jahr, plus 20 bis 40 Stunden eigene Zeit. Freelancer am Anfang: 800–2.000 €. Erfahrener Freelancer: 2.500–5.000 €. Kleine Agentur: 3.000–8.000 €. Mittelstandsagentur: ab 10.000 €, nach oben offen.
Der schnellste Plausibilitätstest ist der Stundensatz: 60–100 € beim Freelancer, 90–150 € in der Agentur, Tagessätze von 600–1.200 €. Eine Visitenkarten-Website sind 3 bis 8 Arbeitstage, je nach Inhalt. Wenn Angebotssumme und Stundensatz keine plausible Stundenzahl ergeben, ist eine der beiden Zahlen Dekoration.
Vor jedem Vergleich: alle diese Beträge sind netto, denn im B2B wird in Deutschland zzgl. 19 % MwSt angeboten. Aus „3.000 €“ werden 3.570 € auf dem Konto. Ein Nettoangebot gegen einen Bruttopreis zu vergleichen, führt zuverlässig zur falschen Entscheidung.
Was den Preis wirklich bewegt
Die Seitenzahl. Der ehrlichste Multiplikator, den es gibt: jede Seite bedeutet Text, Layout, Tests auf dem Handy und einen eigenen Titel für die Suche. Von einer Seite auf fünf kostet nicht das Fünffache, verdoppelt den Preis aber deutlich. Fragen Sie, wie viele Seiten enthalten sind und was die nächste kostet: 100–250 € pro zusätzliche Seite sind marktüblich.
Die Sprachen. Eine zweite Sprache verdoppelt nicht das Layout, sondern den Inhalt – und das ist der teure Teil. Eine professionelle Übersetzung kostet 0,08–0,18 € pro Wort: bei 3.000 Wörtern sind das 240–540 € je Sprache, bevor beide Versionen verdrahtet und für die Suchmaschine ausgezeichnet sind.
Die Funktionen. Ein Kontaktformular ist in jedem Angebot. Online-Terminbuchung, Shop oder Kundenbereich sind eine andere Kategorie: sie kosten Stunden und vor allem Drittanbieter-Dienste mit eigener Monatsgebühr, die niemand zur ersten Zahl addiert.
Die Inhalte. Der Posten, der die meisten Projekte sprengt, weil er bis zuletzt liegen bleibt. Ein Texter nimmt 100–250 € pro Seite, ein halber Tag Unternehmensfotografie 400–900 €, ein brauchbares Stockfoto 10–30 €. Steht im Angebot „Texte werden vom Kunden geliefert“, ist dieser Posten nicht verschwunden, sondern zu Ihnen gewandert.
Der Termin. Eile wird berechnet: Lieferung in einer Woche bedeutet in den meisten Studios 20 bis 50 % Aufschlag, weil ein anderes Projekt verschoben werden muss. Wenn es einen festen Termin gibt – eine Messe, eine Eröffnung –, nennen Sie ihn im ersten Gespräch und nicht im letzten.
Die Posten, die im Angebot fehlen
Domain und Hosting. Eine .de kostet 5–15 € im Jahr, eine .com 10–20 €, mit der Verlängerungsfalle, die wir im Leitfaden was eine Domain pro Jahr kostet aufschlüsseln. Shared Hosting liegt bei 60–200 € im Jahr, gemanagtes WordPress-Hosting bei 200–600 €. Das Sicherheitszertifikat – das Schloss – ist seit Jahren kostenlos und wird von jedem brauchbaren Hoster automatisch ausgestellt.
E-Mail mit eigener Domain. 12–60 € im Jahr pro Postfach. Ein kleiner Posten, bis Sie sechs Leute sind.
Die Rechtstexte – und das Abmahnrisiko. Die Impressumspflicht steht seit Mai 2024 in § 5 DDG (vorher § 5 TMG), die Datenschutzerklärung folgt aus Art. 13 DSGVO, die Cookie-Einwilligung aus § 25 TDDDG: nichts Nicht-Notwendiges vor der Einwilligung, und Ablehnen muss so einfach sein wie Zustimmen. In Deutschland ist das kein theoretisches Risiko: das Landgericht München I sprach am 20.01.2022 (Az. 3 O 17493/20) 100 € Schadensersatz zu, weil eine Website Google Fonts dynamisch von Googles Servern nachlud, und löste damit eine Abmahnwelle aus. Abmahnkosten liegen bei 200–900 €, die Reparatur dauert zehn Minuten – wenn jemand es weiß. Fragen Sie im Angebot nach: Schriften selbst gehostet, Karten und Videos erst nach Einwilligung.
Die Lizenzen. Läuft die Website auf einem gekauften Theme mit kostenpflichtigen Plugins, verlängert sich das: 50–80 € im Jahr für das Theme, 40–200 € pro Plugin. Das ist die Rechnung, die im zweiten Jahr auftaucht.
Die Wartung. Der einzige Posten, der das ganze Leben der Website bezahlt wird; vollständig verglichen im Leitfaden Website-Wartung: Kosten pro Jahr. Hier reicht die Rechnung: eine Website für 3.000 € mit 100 € im Monat kostet nach zwei Jahren 5.400 €.
Fünf Fragen, die ein Angebot verändern
1. Wer steht als Domaininhaber im Register? Sie oder Ihre Firma, ab dem ersten Tag. Steht die Agentur dort, ist Ihre Adresse im Internet nicht Ihre – die Falle, die wir im Leitfaden günstige Website erstellen lassen dokumentieren.
2. Wie viele Seiten sind enthalten und was kostet die sechste? Ein Angebot ohne Seitenzahl ist kein Angebot, sondern eine Absicht. Den Preis der zusätzlichen Seite erfährt man besser vorher.
3. Wer schreibt die Texte und woher kommen die Fotos? Diese Antwort entscheidet die Hälfte des Preises und fast den ganzen Termin. Wenn Sie liefern, setzen Sie ein Datum dafür: Grund Nummer eins für verspätete Websites sind Texte, die nie kamen.
4. Wie viele Korrekturrunden sind drin und was passiert in der nächsten? Zwei bis drei Runden sind normal. Ohne diese Zahl im Angebot können beide Seiten recht haben, und das endet nie gut.
5. Welche Nutzungsrechte bekomme ich? Ohne schriftliche Einräumung bleiben die Rechte am Entwurf beim Gestalter. Im Angebot sollte stehen: umfassende Nutzungsrechte für alle Medien, zeitlich und räumlich unbeschränkt, inklusive Bearbeitung – plus die Zugänge zu Domain, Hosting und Redaktionssystem, wenn Sie wechseln.
Warum zwei Angebote für dieselbe Website 4.000 € auseinanderliegen
Die Stunden und wer sie leistet. Dieselbe Website können 3 Tage von jemandem sein, der sie zwanzigmal gebaut hat, oder 10 Tage verteilt auf Design, Umsetzung, Inhalt und Projektleitung. Beides ist legitim. Nicht zu sagen, was man verkauft, ist es nicht.
Die Technik darunter. Eine WordPress-Website besteht aus Kern, Theme und fünfzehn bis dreißig Plugins, jedes mit eigenem Update-Kalender. Eine statische Website hat dieses Inventar nicht. Am Übergabetag merkt man den Unterschied kaum, in der Rechnung des zweiten Jahres sehr.
Ob jemand die Geschwindigkeit misst. Verlangen Sie, dass das Angebot den mobilen Lighthouse-Wert nennt, mit dem geliefert wird. Das ist der sauberste Weg, ein Angebot mit komprimierten Bildern und selbst gehosteten Schriften von einem zu unterscheiden, das die Website übergibt und hofft. Unsere werden mit 100 auf dem Handy in allen vier Kategorien übergeben, und das ist eine Zeile im Angebot, kein Geschenk.
Was schriftlich steht. Wer Seiten, Sprachen, Korrekturen und Termin nicht schriftlich festhält, ist im Angebot immer günstiger und im März immer teurer. Was nicht geschrieben steht, ist nicht enthalten, auch wenn es am Telefon gesagt wurde.
Der Vertrag, der im Erstellungspreis versteckt ist. Ein auffällig niedriger Erstellungspreis mit 24 Monaten Laufzeit ist kein Rabatt, sondern ein Kredit: Sie zahlen die Differenz in Monatsraten, meist mit Kündigungsfrist. Addieren Sie die 24 Monate zum Erstellungspreis, bevor Sie vergleichen.
Die echten Kosten im ersten Jahr
Weg A, Sie bauen selbst. 120–480 € Abo, 5–15 € Domain und 20 bis 40 Stunden Ihrer Zeit. Mit 50 € pro Stunde gerechnet sind das 1.000–2.000 €, die auf keiner Rechnung stehen, aber aus Ihrem Betrieb abfließen. Ausgaben im ersten Jahr: 125–495 €.
Weg B, ein Freelancer. 800–5.000 € Erstellung, 5–15 € Domain, 60–200 € Hosting und 0–720 € für eine kleine Wartung. Erstes Jahr: 865–5.935 €.
Weg C, eine kleine Agentur. 3.000–8.000 € Erstellung plus 1.200–3.000 € Wartung im Jahr. Erstes Jahr: 4.200–11.000 €.
Die Zahl, die wirklich entscheidet, ist keine dieser drei: es ist das zweite Jahr, wenn keine Erstellung mehr anfällt. Weg A bleibt bei 125–495 €, Weg B bei 65–935 € und Weg C bei 1.200–3.000 €. Entscheiden Sie mit dieser Spalte vor Augen, denn die zahlen Sie fünfmal.
Was sich je nach Branche ändert
Ein Fotograf zahlt nicht pro Seite, sondern pro Bild: zweihundert Fotos in Originalgröße ruinieren die Geschwindigkeit auf dem Handy, und sie in mehreren Größen aufzubereiten ist echte Arbeit, die ein Seitenpreis nicht erfasst. Fragen Sie, wie viele Bilder enthalten sind und wer sie optimiert.
Ein Physiotherapeut glaubt, eine Online-Terminbuchung zu brauchen, und braucht meist ein Formular mit Zeitfenstern: der Fremdkalender bringt ein Abo für immer bei gleichem Ergebnis. Dazu kommt das Heilmittelwerbegesetz: einen Behandlungserfolg darf man nicht zusichern, und fragt das Formular nach den Beschwerden, erheben Sie Gesundheitsdaten – besser weglassen und dem Telefon überlassen.
Eine Unternehmensberatung ist der Fall, in dem das Angebot zu Recht steigt: eine Seite pro Partner, ausgeschriebene Kundenfälle und fast immer Englisch. Dort ist der Inhalt das Projekt und das Design die kleinere Hälfte.
Ein Augenoptiker braucht Marken, Leistungen und die Öffnungszeiten von zwei Filialen, keinen Shop. Katalog mit Onlinehandel zu verwechseln ist der schnellste Weg, ein Angebot zu verdreifachen, ohne eine Brille mehr zu verkaufen.
Wie wir es machen
Unser Preis ist fest und veröffentlicht, inklusive Steuern und in jedem Land gleich. Welche Seiten enthalten sind, die Lieferzeit und was eine zusätzliche Seite kostet, steht auf der Karte jedes Pakets unter unsere Website-Pakete: man muss kein Angebot anfragen, um den Preis zu kennen.
Die Domain wird vom ersten Tag an auf Ihren Namen registriert, die Zugänge gehören Ihnen, und die Nutzungsrechte stehen schriftlich im Auftrag. Die Website läuft ab Produktionsbeginn auf Ihrer eigenen Domain, auch wenn sie noch ein Skelett ist. Die Wartung ist getrennt, jährlich und veröffentlicht im Plan für digitales Wachstum: ohne Beauftragung verlängert sich nichts hinter Ihrem Rücken.
Wenn Sie wissen wollen, wo bei einem niedrigen Preis der Haken sitzt, steht das im Leitfaden günstige Website erstellen lassen. Suchen Sie die laufende Zahl, dann in Website-Wartung: Kosten. Und wenn Sie es selbst mit einem KI-Werkzeug versuchen wollen, sagt Website mit KI erstellen, wie weit das trägt und wo es aufhört.
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